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Erneuter Kletterunfall im High East – Heimstetten

Am Freitag, den 14.05.2010 gab es leider einen weiteren Kletterunfall im High East. In der Kletterhalle in München Heimstetten ist ein Kletterer abgestürzt. Die Sichererin erlitt schwere Verbrennungen in der Hand.

Hergang

Der 57-jährige Kletterer, der mit seiner Frau (48) beim Klettern in der Kletterhalle in München Heimstetten war, kletterte gerade ein Route im Grad 5+. Am Ende der Route stürzte der Kletterer und fiel ins Seil. Zunächst konnte ihn seine Partnerin noch auffangen und begann ihn abzulassen. Anfangs lief alles ganz normal. Ca. drei bis fünf Meter über dem Boden ist ihr das Seil dann plötzlich durchgerutscht. Der Kletterer stürzte dabei ungebremst zu Boden, wurde aber glücklicherweise nur leicht verletzt.

Kletterer hatte Glück, Sicherer stärker veletzt

Der Arzt wurde zur Sicherheit zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Er zog sich beim Sturz eine Prellung an der Ferse zu. Schlimmer verletzte sich seine Frau. Sie erlitt starke Verbrennungen in beiden Handflächen und musste umgehend operiert werden.

Zweiter Unfall in kurzer Zeit

Das war jetzt der zweite Kletterunfall in nicht einmal 2 Monaten in der Kletterhalle High East. Hoffen wir, dass es jetzt länger ruhig bleibt. Was denkt ihr, warum es zu diesem Unfall genkommen ist. Hat die Sichererin vielleicht in das Seil oberhalb des Sicherungsgerätes gegriffen? Oder hat sie ihren Mann zu schnell abgelassen und konnte das Seil nicht mehr bremsen?

Ich wünsche beiden eine gute Besserung und schnelle Genesung.

Update

Gerade lese ich auf Bergleben, dass es am Tag zuvor einen weiteren schlimmen Unfall in der Halle gegeben hat. Am Donnerstag, den 13.05.2010 verunfallte eine 31 jährige Frau beim Bouldern. Sie fiel rückwärts aus ca. zwei Metern Höhe aus einem Boulder. Dabei brach sie sich einen Rückenwirbel und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Da die Frau unter Osteoporose leidet, konnte der recht geringe Sturz so eine schwere Verletzung hervorrufen.

Auch ihr wünsche ich auf diesem Wege eine gute Besserung.

Quelle: Nachrichten München und Bergleben

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RSSKommentare (6)

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  1. Mike sagt:

    Offenbar hat das Sicherungsgerät zu wenig Bremswirkung gehabt. Sonst wäre es zu keinen Verbrennungen gekommen.
    Wäre nun interessant, ob es richtig gehandhabt wurde und welches Gerät mit welchem Seildurchmesser angewendet wurde.

    Ob das High-East wohl mal auf die Idee kommt, einen Gummiboden einzuziehen, wie er in den DAV-Verbund-Kletterhallen üblich ist?

  2. Chris sagt:

    Hi Mike.

    Das kann ich mir nicht so recht vorstellen. Wenn das Gerät zu wenig Bremswirkung gehabt hätte, wäre der Kletterer schon von oben abgestürzt. Bis auf 4-5 Meter ging aber noch alles gut.

    Chris

  3. Mike sagt:

    Hi Chris,

    was soll 5 m über dem Boden passiert sein?

    Dass plötzlich etwas technisch versagt, ist unwahrscheinlich.
    Dass sie plötzlich etwas anders (falsch) macht als vorher, ist auch irgendwie unwahrscheinlich.
    Das mit “die Kraft ausgegangen”, wie es in anderen Artikeln zu lesen war, muss bei richtiger Bremswirkung des Sicherungsgerätes auch ausgeschlossen sein.

    Ich kann mir nur vorstellen, dass die Bremswirkung etwas gering war und beim Ablassen der ersten 10 m es so heiss in ihren Händen wurde und sich die genannten Verbrennungen bildeten, dass sie dann losgelassen hat.

    Wer kennt das nicht “oh, das ist jetzt aber heiss geworden!” – gerade bei neuen, dünnen und glatten Seilen ?

    Wie siehst Du das, Chris?

    Mike

    • Chris sagt:

      Hi Mike.

      “was soll 5 m über dem Boden passiert sein?”
      Das weiss ich auch nicht so genau. Ich vermute, dass entweder, wie du es sagst, die Hände heiss wurden. Vielleicht wurde zwischendurch schnell abgelassen und das Seil hat sie nicht mehr zum Bremsen gebracht (z.B. mit einem Tube seil nach oben gehalten). Vielleicht hat sie das Seil losgelassen und in das falsche Seil gegriffen (das Ende das noch oben fürht).
      “Kraft ausgegangen” halte ich für Quatsch. Beim Ablassen braucht man eigentlich keine Kraft.

      Wie du siehst könnte es alles mögliche sein. Ohne einen Augenzeugen oder so lässt sich nur spekulieren.

      Grüsse
      Chris

  4. Mike sagt:

    Hat nichts mit diesem Unfall zu tun, ist aber doch interessant, dass das Ordnungsamt in Hannover prüft, ob die Kletterhalle genug Aufsichtspersonal (!!) hatte. Aufsichtspersonal gibt es ja bei uns weit und breit nicht.

    Das bedeutet, eine Kletterhalle muss Aufsichtspersonal haben. Die Frage ist dann, wieviel ist “genug”.

    Hier im Film
    http://www.rtlregional.de/player.php?id=3016&r=3&seite=146

    Leider wird hier Kletterhalle und Hochseilgarten nicht ganz strikt getrennt.

    Habe gerade auf die HP der Anlage geschaut. Sie hat dicht gemacht.
    http://campo-arena.de/

  5. Chris sagt:

    Hi Mike.

    Danke für den Link. Der Beitrag ist zwar aus dem Jahr 2008, es wäre aber mal interessant zu wissen, wie das heute rechtlich aussieht. Ich werde mal einen privaten Betreiber und den DAV dazu befragen.

    Grüsse
    Chris

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