Tirol
Egal ob im Fels oder in der Halle: wer in Tirol klettern will, wird schnell fündig. Doch nicht nur Profis, sondern auch Anfänger finden geeignete Routen, die jede Menge Kletterspaß versprechen.
Kletterhallen in Tirol: Alternativen für schlechtes Wetter
Tirol hat zwei große Kletterhallen. Das Kletterzentrum Tivoli in Innsbruck und die Kletterhalle in Imst. Beide Hallen haben um die 1.000qm Kletterfläche.
Im Kletterzentrum Tivoli befinden sich rund 150 Routen zwischen dem dritten und elften Schwierigkeitsgrad. Eine kurze Übungswand und mehrere Toprope-Routen eignen sich besonders für Anfänger oder Kinder. Routen im oberen Schwierigkeitsgrad, sowie mehrere Strukturwände und Überhänge erfordern bereits etwas mehr Kletterkönnen. Regelmäßig trainieren hier Nationalmannschaften aus Deutschland oder Italien.
Gerade im Winter oder an regnerischen Wochenenden kann es in der Halle durchaus voller werden. Die Eintrittspreise orientieren sich an der Aufenthaltslänge in der Halle. Klettergurte, Seil und Schuhe können in der Halle ausgeliehen werden.
Das Kletterzentrum in Imst beansprucht für sich, die größte Kletterhalle Tirols zu sein. Die meisten Kletterrouten befinden sich 4b und 6b+, zudem sind 20 Toprope Strecken eingerichtet. Kürzere Wände eignen sich für Einsteiger oder Kinder. Aber auch im oberen Schwierigkeitsbereich hat Imst einiges zu bieten. Rund zehn Routen befinden sich zwischen 8a und 8c+. Auch zahlreiche Überhänge sind in Imst zu finden. So wundert es nicht, dass hier regelmäßig Wettkämpfe für den Weltcup ausgetragen werden.
Kletterausrüstung kann in der Halle ausgeliehen werden. Dort befindet sich auch ein Klettershop, in dem Ausrüstung gekauft werden kann.
Klettergärten in Tirol: große Auswahl für den Sommer
Wer lieber im Fels als in der Halle klettert, der ist in Tirol richtig. Unzählige Klettergärten existieren zwischen Kufstein und Landeck. Egal ob talnah oder alpin, ob Anfänger oder Profi, die Auswahl ist groß. Häufig befinden sich mehrere Möglichkeiten auf engstem Raum, so dass an einem Tag auch mehrere Klettergärten ausprobiert werden können.
15 Klettergärten hat alleine das Ötztal zu bieten. Die bekanntesten Klettergärten im Tal sind in Oberried und die Engelswand in Tumpen.
In Oberried existieren derzeit rund 89 Routen zwischen dem zweiten und neunten Schwierigkeitsgrad. Der Klettergarten befindet sich am westlichen Dorfende von Oberried und ist auf mehrere Felsen aufgeteilt. Die Zufahrt ist leicht zu finden. Im Ötztal bis zur Ortschaft Au der Bundesstraße folgen. Dort rechts in Richtung Winklern abbiegen und der Straße bis Oberried folgen. Der Klettergarten ist ausgeschildert.
Die Engelswand in Tumpen ist bereits von der Bundesstraße aus zu sehen und auch ausgeschildert. Die Routen verteilen sich hier zwischen dem dritten und zehnten Schwierigkeitsgrad. Im rechten Teil des Felsens befinden sich die leichteren Routen. Nach links wird es dann schwieriger.
Auch rund um die Landeshauptstadt befinden sich zahlreiche Klettergärten. Sehr beliebt und bekannt sind die Klettergärten an der Martinswand. Der Zustieg erfolgt von der Bundesstraße nach Zirl. An den einzelnen Parkplätzen sind die Kletterfelsen gut ausgeschildert. Aufgrund der Nähe zu Innsbruck kann es hier insbesondere an den Wochenenden voller werden. Außerdem sind zahlreiche Routen bereits etwas abgeklettert und speckig. Die Sicherungen sind aber in einem guten Zustand. Von den Schwierigkeitsgraden finden sowohl Anfänger, als auch Fortgeschrittene Routen.
Neben dem Ötztal ist auch das Zillertal bekannt für seine Kletterrouten. Rund 17 Klettergärten befinden sich im Tal. Besonders der kleine Ort Ginzling ist bei Kletterern beliebt. Allerdings sind hier die meisten Klettergärten fortgeschritteneren Kletterern vorbehalten, denn die Routen fangen im 6. Schwierigkeitsgrad an. Wer allerdings zwischen dem 6. und 10. Grad klettert, findet hier zahlreiche Möglichkeiten, wie zum Beispiel in Maruschkas Gartl. 17 Routen zwischen 6 und 9 wurden hier in den Fels gebohrt. Kürzlich saniert bietet der Fels schöne Routen die bis weit in den Herbst geklettert werden können.
Die untere Nasenwand ist eine der wenigen Klettergärten im Zillertal, die auch im unteren Schwierigkeitsgrad Routen anbieten. Dieses neu errichtete Gebiet mit einer Wandhöhe von rund 30 Metern ist auch gut für Einsteiger oder Familien geeignet. Aber auch anspruchsvollere Kletterer finden hier entsprechende Routen.
Beide Klettergebiete befinden sich in Ginzling, das im hinteren Zillertal liegt. Nach Mayerhofen der Beschilderung in Richtung Schlegeisspeichersee folgen. Nach der Galerie kommt der kleine Ort Ginzling. Hier stehen zahlreiche Parkplätze zur Verfügung.

